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Spatial Commander
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Fundkoordinaten einfügen
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Fundpunkte auf der Karte einfügen

Alle dargestellten Landkarten sind urheberrechtlich geschützt. © Geobasisdaten: Land NRW, Bonn
   
Jetzt werden wir einige Koordinaten zu bestimmten Fundkategorien aus der Datenbank exportieren und als Punkte in der Landkarte darstellen.


In der folgenden Grafik ist die prinzipielle Vorgehensweise dargestellt. Es scheint auf den ersten Blick etwas kompliziert zu sein, es geht aber recht einfach. Wenn man bedenkt, daß man auf diese Weise in einem Arbeitsgang gleich tausende Punkte der jeweils gleichen Kategorie darstellen kann, darf man den Arbeitsaufwand sogar als gering bezeichnen.

Etwas Grundwissen in der Bedienung von Windows und Excel sollte aber vorhanden sein.



In einer Beispieldatenbank habe ich sechs Funde, nämlich 4 Feuersteinklingen und 2 Beilklingen eingetragen. Die Fundkoordinaten sind "Dummys", sie liegen auf der Sophienhöhe, einer Außenkippe des Tagebaus Hambach - Nachsuche ist also nicht lohnenswert ;-)

Im ersten Schritt filtern wir die Datenbank nach Klingen. In die Filtermaske, die man durch Klicken mit der rechten Maustaste auf das jeweilige Feld erreicht, trage ich als Suchbegriff *kli* ein. Somit wird die Datenbank nach allen Datensätzen, die im Feld "Objekt" die Zeichenfolge "kli" enthalten, durchsucht, und nur diese Sätze werden angezeigt.



Dann wechseln wir in die Datenblattansicht, das ist die Darstellung der Datenbank als Tabelle.


Hier sehen wir die Tabelle. Sie beinhaltet nur die herausgefilterten Datensätze. Nun werden die beiden Spalten, in denen die Gauß-Krüger-Koordinaten gespeichert sind, markiert.
Mit dem Befehl "Bearbeiten/Kopieren" schreiben wir den Inhalt der markierten Felder in die Zwischenablage.


Wir öffnen MS-Excel und schreiben mit dem Befehl "Bearbeiten/Einfügen" den Inhalt der Zwischenablage in die obersten linken Zellen des Tabellenblatts.


Das Ziel der Arbeit mit Excel ist es, eine .csv-Datei herzustellen. Das ist eine Textdatei, bei der die Werte der Zellen durch Kommata getrennt sind. Um ein funktioniernedes Ergebnis zu bekommen, sollte die Tabelle möglichst einfach formatiert sein und keine Sonderzeichen beinhalten.
Wir löschen also die oberste, grau hinterlegte Zeile und fügen wieder eine Leerzeile ein. Die Spaltenköpfe nennen wir "r" und "h". Die Zahlen in den darunterliegenden Zellen formatieren wir so, daß sie keine Nachkommastellen beinhalten, also nicht "12345,34", sondern "12345".


Zum Schluß speichern wir die Tabelle als "Klingen.csv" ab. Excel kann wieder geschlossen werden.


Die gleiche Prozedur veranstalten wir im Anschluß mit den herausgefilterten Beilen. Wenn man keine differenzierte Darstellung der Fundpunkte auf der Landkarte benötigt, kann die Filterung natürlich entfallen und man exportiert alle Koordinaten auf einen Rutsch.

Im nächsten Schritt wird der Spatial Commander geöffnet, um die Fundpunkte als neues Thema einzufügen. Zunächst sieht man einen leeren Bildschirm, aber durch "Datei/Projekte/test.mpr" kommen wir wieder zu dem gewünschten Projekt.


Wir wählen den Befehl "Ansicht/XY-Daten hinzufügen..."


Unter "Quelle" wird die eben abgespeicherte Datei "Klingen.csv" eingetragen. Unter Ziel wird der gewünschte Namen der ESRI-shape-Datei eingegeben, hier "Klingen.shp". Zum Schluß werden die Felder der X- und Y- Koordinaten ausgewählt. Das sind die Spalten r für X und h für Y.


Nach Betätigung der Schaltfläche "ok", arbeitet das Programm einen kurzen Moment und es erscheint unter "Kartenthemen" ein neuer Punkt: "Klingen"


Der Punkt "Klingen ist hellblau hinterlegt, er ist also das aktive Thema. Mit "Ansicht/Auf aktive Kartenthemen zoomen", bewegt sich die Karte auf unsere gespeicherten Fundpunkte.


Die Karte ist nun in einem Maßstab dargestellt, daß alle Punkte gerade auf die Karte passen. Das ist hier ein Maßstab von 1:1300. In der unteren Zeile können wir den Maßstab überschreiben, in diesem Beispiel habe ich 1:5000 gewählt.




Jetzt beherrschen wir das Verfahren, Fundpunkte in eine von einem WMS-Server gelieferte Karte einzutragen.
Im nächsten Kapitel werden wir eine lokal vorliegende historische Landkarte georeferenzieren und somit für Spatial Commander lesbar machen.
   
   
   
   
 

 

 

 
     

 

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