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Eigene Karten georeferenzieren und einbinden

Alle dargestellten Landkarten sind urheberrechtlich geschützt. © Geobasisdaten: Land NRW, Bonn
   
Das Einfügen eigener, entweder als Scan oder als Digitalfoto vorliegender Karten ist ein wenig komplizierter, aber nicht unmöglich. Da alle aktuellen Karten von WMS-Servern zu bekommen sind, lohnt sich die Arbeit eigentlich nur bei historischen Landkarten.
In unserem Beispiel werden wir den Ausschnitt einer Tranchot-Karte, die zu Anfang des 19. Jahrhunderts erstellt wurde, transparent über ein Orthofoto legen.


Die Grafik zeigt die wichtigsten Schritte zur Vorgehensweise:



Grafiken werden als Rasterdateien eingefügt, die durch sogenannte "World-Files" beschrieben werden. Diese haben den gleichen Vornamen wie die Grafikdatei, aber als Endung entweder .tfw bei TIFF oder .jgk bei JPG-Dateien. In unserem Beispiel gehört zur Bilddatei jülich.jpg das World-File jülich.jgw.

Das World-File ist eine einfache Textdatei mit 6 Zeilen, in der die Maßstabsverhältnisse und die Pixelgröße des Bildes enthalten sind. Maßeinheit ist wie bei Gauß-Krüger und UMT üblich, Meter. Die Struktur ist wie folgt:

Zeile 1: Größe eines Pixels in X-Richtung (Breite) [m]
Zeile 2: 0
Zeile 3: 0
Zeile 4: Größe eines Pixels in Y-Richtung, Wert negativ! (Höhe) [m]
Zeile 5: X-Wert des Ursprungs der linken oberen Ecke [m]
Zeile 6: Y-Wert des Ursprungs der linken oberen Ecke [m]

Hier ist der Ausschnitt der Tranchot-Karte.



Das Bild hat eine Breite von 1001 Pixeln.

Durch einen Vergleich mit einer aktuellen Karte im GIS können wir die Koordinaten der beiden oberen Eckpunkte ermitteln.
Die Ecke oben links liegt bei r(links)2524370, h(links)5644135
Die Ecke oben rechts liegt bei r(rechts)2527565, h(rechts)5644135

Jetzt rechnen wir die Größe der Pixel in Metern aus:
(r(rechts) - r(links)) / Breite der Grafik in Pixeln = Pixelgröße
(2527565m - 2524370m) / 1001pix = 3,192 m/pix

Aus den jetzt bekannten Werten können wir das World-File erstellen.
Achtung!! Dezimal-Trennzeichen ist nicht das Komma, sondern der Punkt!!

3.192
0
0
-3.192
2524370
5644135

Wir erstellen das File in einem Text-Editor, z.B. mit dem, der unter "Zubehör" in Windows enthalten ist. Die Datei wird passend zur Grafik-Datei "jülich.jpg" als "jülich.jgw" im gleichen Verzeichnis wie das Bild abgespeichert.

Nun öffnen wir den Spatial Commander und fügen als Thema das Orthofoto im 2. Meridianstreifen ein. Die URL des GIS-Servers für diese Karte lautet:
http://www.gis2.nrw.de/wmsconnector/wms/luftbildUSG?



Jetzt fügen wir die eben georeferenzierte Grafik "jülich.jpg" als weiteres Thema ein.


Nachdem wir "Fertig stellen" angeklickt haben, erscheint im oberen linken Feld das neue Kartenthema "Jülich", und wenn wir ein Häkchen ins nebenstehende Feld setzen, sieht man auch die Tranchot-Karte.


Sie liegt jetzt als undurchsichtige Schicht über dem Orthofoto. Wenn eine transparente Ansicht des Layers gewünscht ist, markiert man zuerst das Kartenthema "jülich". Ein Rechtsklick auf das Feld "jülich" öffnet ein Auswahlmenü, hier wählen wir "Eigenschaften". Unter "Symbolik/Transparenz" ist es möglich die Transparenz von 0% = opak bis 100% = völlig durchsichtig einzustellen.


Dieses Bild zeigt den Verlauf der Römerstraße und des Mühlengrabens im Jülicher Satdtgebiet. Die Transparenz ist auf 40% eingestellt.


   
   
   
   
 

 

 

 
     

 

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