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Rohmaterial

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Quarz

   
Die gesamte Gruppe der Kieselgesteine besteht hauptsächlich aus SiO2, Siliziumdioxyd, auch Kieselsäure genannt. Quarz ist die kristallin ausgeprägte Form der Kieselsäure. In den Geröllen des Rheinlandes tauchen Kieselsteine häufig auf. Es handelt sich meist um ausgewitterte Gangquarze des Rheinischen Schiefergebirges. Quarz ist bei einer Mohshärte von 7 hart, gegenüber mechanischen Beanspruchungen widerstandsfähig und chemisch sehr beständig. Im Laufe der Jahrmillionen haben sich die umgebenden Gesteine zerrieben oder aufgelöst und übrig bleibt der Quarz, der sich dann im Geröll angereichert hat. (Altmeyer H. 1982)
Quarz kommt in den vielfältigsten Farben vor. Im Schotter ist die milchig-weiße Variante am häufigsten vertreten. Glasklaren Quarz nennt man Bergkristall.
Im Rheinland gibt es mit dem Feuerstein ein Material, das sich ausgezeichnet zur Werkzeugherstellung eignet. In der Steinzeit wurde deshalb bei uns Quarz nur sehr selten als Rohstoff genommen. Prinzipiell hat Quarz zwar einen muscheligen Bruch, er bricht bei Beanspruchung aber auch gerne entlang der Kristallgrenzen. Diese Eigenschaft machen ihn als Material zur Geräteherstellung noch unattraktiver. Quarzkörner wurden aber im Neolithikum häufig als Magerungsmittel bei der Keramikherstellung benutzt.

Klopfkugel aus milchig-weißem Quarz von einer jungneolithischen Siedlungsstelle.

Das ist kein Artefakt, man sieht aber wie bei diesem Bergkristall die Vorzugsbruchrichtung entlang der Kristallgrenze verläuft.

 



Literatur:

Altmeyer H. (1982): Rheingerölle und ihre Herkunft. In: Rheinische Landschaften, Schriftenreihe für Naturschutz und Landschaftspflege, Heft 22, Köln, 3-21
   
   
   
   
 

 

 

 
     

 

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