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Rohmaterial

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Quarzit
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Tertiärquarzit

   
Tertiärquarzit entstand während des Tertiär, in der Zeit als sich auch die Braunkohle bildete. Er wird deshalb auch Braunkohlenquarzit genannt. Die aus den Verwitterungsprozessen des älteren Tertiär hervorgegangenen Sande wurden von Kieselsäure verfestigt. Diese Kieselsäure kann aus devonischen Gesteinen stammen oder bei der Zersetzung von Feldspäten freigeworden sein. (Altmeyer H. 1982)
In der Steinzeit wurden aus dieser Gruppe beispielsweise Wommersom-Quarzit, Liedberg-Quarzit oder Süßwasser-Quarzit, der sogenannte Blümchen-Quarzit zur Geräteherstellung verwendet.

Wommersom-Quarzit

Der für das Gestein namengebende Ort beherbergt das einzig bekannte Vorkommen. Er liegt in der belgischen Provinz Brabant, östlich von Tienen.
Das Material hat eine graue Farbe und sieht auf den ersten Blick so aus wie ein opaker Feuerstein, der Bruch ist muschelig. Hält man es schräg gegen das Licht, so erkennt man das Glitzern der eingeschlossenen Quarzkörner, ein Erkennungsmerkmal von Wommersom-Quarzit.
Auf manchen mesolithischen Plätzen taucht Wommersom-Quarzit häufig auf. In der Jülich-Dürener Gegend ist das nicht der Fall. Von den hunderten Artefakten, die ich beispielsweise am Fundort Hambach I aufgelesen habe, besteht gerade mal eines aus Wommersom-Quarzit. Durch seine leichte Identifizierbarkeit eignet sich das Gestein, ähnlich wie Lousberg- oder Grand-Pressigny-Feuerstein, gut zu Verbreitungsstudien.

Abschlag aus Wommersom-Quarzit. Das Belegstück stellte mir freundlicherweise J. Weiner zur Verfügung.

Im Detail erkennt man die glitzernden Quarzkörnchen

Am Fundplatz Hambach sind alle mesolithischen Artefakte braun patiniert, auch solche aus Wommersom-Quarzit.

In der Nahaufnahme auch hier Quarzpartikel.

 



Literatur:

Altmeyer H. (1982): Rheingerölle und ihre Herkunft. In: Rheinische Landschaften, Schriftenreihe für Naturschutz und Landschaftspflege, Heft 22, Köln, 3-21
   
   
   
   
 

 

 

 
     

 

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