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Artefaktfotografie

Eine Zeichnung lesen

Ausrüstung, Low-Budget-Studio

Einfaches Dokumentationsfoto

Darstellung in mehreren Ansichten

Darstellung als Animation

 

 

 

Darstellung als Animation

   
Im Laufe der Zeit hat sich das Internet immer mehr zum multimedialen Medium entwickelt. Ob bei Youtube oder bei der Tagesschau, überall bewegt sich was, alles denkbare wird animiert. Da wollen wir nicht zurückstehen!
Ziel ist es, Artefakte so zu fotografieren und darzustellen, daß man sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und interaktiv bewegen kann. Auch hier gibt es verschiedene Softwarelösungen. Das Flash-Format von Adobe ist am weitesten verbreitet und wird durch Plugins von den heute gängigen Browsern unterstützt. Also wollen wir Flash Animationen von Artefakten produzieren.

Der gute alte Plattenspieler

Eine Flash-Animation besteht aus vielen Einzelbildern, die in Form eines Endlosfilmes ablaufen. Man kann diesen Film durch Griff mit dem Mauszeiger anhalten und vor- oder rückwärts, schnell oder langsam laufen lassen.

Die Idee ist, ein Objekt einmal 360 Grad um die eigene Achse zu drehen. Dazu müssen Einzelaufnahmen gemacht werden, die immer den gleichen Bildausschnitt zeigen, wobei der Blickwinkel aber immer um einige Winkelgrade verändert ist. Man kann hierzu aufwendige Drehteller bauen, mir fiel aber der gute alte Plattenspieler ein. Am Plattenteller sind für die Feineinstellung der Drehzahl Markierungen angebracht, die durch eine Stroboskopbeleuchtung zum scheinbaren Stillstand gebracht werden. Zufällig ergibt sich bei meinem Plattenspieler eine gleichmäßige Teilung von 54 Markierungen über den Vollkreis. Diese Auflösung genügt für einen flüssigen Bildübergang bei einem Flash-Movie.
Im Beispiel wird eine Beilklinge aus Feuerstein gezeigt. Um wirklich alle sehenswerten Ansichten darzustellen, muß das Beil möglichst senkrecht stehen und darf vom Ständer nicht abgedeckt werden. Ich habe mit der Lochsäge eine runde Scheibe aus einer 19mm Spanplatte geschnitten und die später sichtbare Oberfläche mit schwarzem Velours-d-c-fix beklebt. Als Widerlager dient ein Stückchen 2mm-Schweißdraht.

Reihenaufnahmen

Nachdem die Kamera auf dem Stativ eingerichtet und die Beleuchtung justiert ist, kann es losgehen. Der Plattenteller wird nach jeder Aufnahme von Hand um eine Teilung weitergedreht. Wenn eine vollständige Umdrehung geschafft ist, liegen 54 Einzelfotos vor.




Nun wird aus allen Bildern der gleiche Ausschnitt kopiert und abgespeichert. Anschließend werden alle Ausschnitte auf die gewünschte Größe verkleinert. In unserem Fall sind das 426 x 639 Pixel. Bei vielen Bildbearbeitungsprogrammen ist eine Batch-Verarbeitung möglich. Das heißt, man markiert mehrere Bilder und der gleiche Arbeitsschritt wird bei allen Dateien durchgeführt.
Als Zwischenergebnis haben wir nun 54 leicht unterschiedliche Fotos



Für die weitere Bearbeitung ist es wichtig, die Bilder der Reihe nach zu numerieren. Hierbei müssen in den Dateinamen vorlaufende Nullen berücksichtigt werden. Die Dateien müssen also z.B. 01.jpg bis 54.jpg heißen.

Die Flash-Animation

Zur Produktion der Animation bedarf es keiner besonderen Programmierkenntnisse. Bei yofla.com gibt es als Freeware das kleine Programm 3D Rotate Single File. Man zieht die Bilder ins entsprechende Programmfenster und der Rest läuft automatisch ab. Als kleiner Wermutstropfen wird am unteren Bildrand der Animation ein kleines Werbebanner eingeblendet, das aber nicht stört.

Das Ergebnis unserer Mühen können wir betrachen, wenn wir folgenden Link anklicken.
Jungneolithische Beilklinge in animierter 3D-Darstellung
Der Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Zunächst erscheint ein leeres Fenster. Flash-Files sind immer einige Megabyte groß. Wenn der Ladevorgang abgeschlossen ist, läuft die Animation los. Mit gedrücktem Mauszeiger kann man das Bild anhalten und durch Schieben nach recht oder links nach Gusto bewegen.
   
   
   
   
 

 

 

 
     

 

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