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Diese Gruppe zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Kieselsäure aus. Hierzu gehören Feuerstein, Chalzedon, Jaspis, Karneol, Hornstein, Radiolarit, Achat mit einer kryptokristallinen Ausbildung, Quarz und Bergkristall mit kristalliner Ausbildung und Kieselsinter, quarzitischer Sandstein und Tertiärquarzit mit amorpher Ausbildung. Eine große Härte zwischen 7 und 8 auf der Mohsschen Härteskala macht die Gesteine als Rohstoff für die Geräteproduktion interessant. Die kryptokristallinen und amorphen Kieselgesteine sind spröde und haben ein Bruchverhalten, das es ermöglicht, ein Rohstück durch gezielte Schläge auf einfache Weise in die gewünschte Form zu bringen. Folglich besteht der überwiegende Teil der Steinartefakte aus Kieselgesteinen. Als wesentliche Vertreter seien Abschläge, Klingen, Kratzer, Bohrer, Beilklingen, Picksteine und Pfeilspitzen genannt.
Obsidian, ein Glas vulkanischen Ursprungs, hat ähnliche Eigenschaften wie Kieselgestein, ist aber mangels natürlicher Vorkommen in Deuschland im Fundspektrum rheinischer Sammler nicht vertreten.
Kieselgesteine sind auch vom Laien auf den ersten Blick am "muscheligen Bruch", ähnlich der Bruchstelle an einer Glasscherbe, zu erkennen.
Die meisten Kieselgesteine sind in ihrem Bruchverhalten isotrope Werkstoffe, es ist also egal, von welcher Seite ein Bruch herbeigeführt wird, das Ergenis ist immer gleich, es gibt keine Vorzugsbruchrichtung.